Heute ist Christine Kempkes zu Gast in meinen Podcast. Sie ist eine echte Trauerexpertin und gibt hilfreiche Hinweise, wie wir in der dritten Lebensphase Wege finden, die Trauer über Verluste im Leben integrieren zu können. Christine Kempkes möchte dabei die Themen Trauer, Sterben und Tod aus der Tabuzone holen. Dies gelingt ihr gut durch die Art und Weise, wie sie über das Thema spricht und wie innerlich frei sie mit dem Thema umgeht.

Die Themenschwerpunkte zur Episode „Trauer kennt kein Alter“

  • Sie sagen so schön, dass sie schon viele Menschen dabei unterstützt haben ihre Talente zu finden und diesen dann auch nach zugehen. Würden Sie sagen, Sie haben auch ein besonders Talent Menschen bei Trauerprozessen zu begleiten.
  • Und sie möchten ja das Thema Trauer, Sterben, Tod aus der Tabuzone holen, wie machen Sie das? Und welche Erfahrungen machen Sie damit, wenn Sie Menschen bei Ihrer Trauerverarbeitung unterstützen.
  • Welche Rolle spielt dabei das Umfeld der trauernden Menschen?
  • In meiner Umgebung habe ich Menschen, die schon ihren Partner oder vielleicht vom subjektiven Erleben noch schlimmer ihr Kind verloren haben und zwar bei eigenem schon fortgeschrittenen Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Wie begleiten Sie also ältere Menschen bei dem Umgang mit ihrer Trauer, denn Trauer kennt kein Alter.
  • Was würden Sie Menschen jenseits der 60 Jahre für Hinweise geben wollen, wenn es darum geht sich auf das Sterben, den Tod vorzubereiten und es somit wahrscheinlich leichter – ich will einmal sagen – „umgänglicher“ zu gestalten?
  • Und was wären Ihre Empfehlungen, wenn erwachsene Kinder mit ihren älteren Eltern über das Thema sprechen möchten und diese eher abgeneigt oder verdrängend damit umgehen? Welche Brücken sind nach Ihrer Erfahrung da gut zu bauen?
  • Was sind Ihre 3 – 6 zentralen Hinweise bzw. Empfehlungen für Menschen im Übergang in ihre dritte Lebensphase im Kontext von Trauer, Sterben und Tod.
  • Wenn wir langsam zum Ende kommen. Was würden Sie sagen, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Älterwerden und was ist Ihre Vision einer Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Agings?

Was sagt Christine Kempkes über sich?

Von der Bankerin zur Bestatterin und Trauerbegleiterin

„Mein Lebensmittelpunkt ist in Oberhausen, hier lebe ich mit meinem Mann, 2 Kindern, einem Hund und zwei Katzen. Ich liebe es, gemeinsam mit meiner russischen Mischlingshündin Nelly auf unseren täglichen Runden die Wälder und Halden in unserer Umgebung zu erkunden. In der Natur tanke ich Kraft, hier kann ich mich immer wieder erden und neu ausrichten.

Trauer kennt kein Alter

Musik lässt mein Herz hüpfen! Nicht nur unter der Dusche, sondern auch im Chor singe ich leidenschaftlich gern. Von alten Meistern über Gospel bis hin zu modernen Werken – Singen ist für mich Lebensfreude pur! 2017 machte ich gemeinsam mit 2.000 weiteren Sänger*innen beim Luther Pop Oratorium im ISS Dome in Düsseldorf mit. Gänsehaut-Feeling!

Beim ambulanten Hospiz Oberhausen engagiere ich mich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin. Es mag komisch klingen, aber es erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, Sterbenden und ihren Angehörigen in dieser Lebensphase beistehen zu dürfen.“ (zitiert von ihrer Homepage)

Podcast „liebevoll trauern“

Christine Kempkes ist auch Podcasterin mit ihrem Podcast „liebevoll trauern“. Besonders einfühlsam, mit Ernst und auch Humor spricht sie über alle Facetten des Trauerns. Hörenswert. Hier der Link zu Apple Podcast!

Und Christine Kempkes hat ein Buch mit dem Titel: Mit der Trauer leben lernen. Impulse für eine neue innere Balance geschrieben.