Als regional orientierter Mensch habe ich mich bei der Ideenentwicklung für den Bereich Naherholung und Tourismus in den Regionen Burgwald-Ederbergland und Marburger Land im Rahmen des LEADER Programms beteiligt. Der folgende Artikel von Till Conrad erzählt davon. Besonders hat mich gefreut, dass ich beim Ideenwettbewerb einen der Hauptpreise, mit meiner Idee einen Tourismus Podcast zu entwickeln, gewonnen habe. Herzlichen Dank der Jury und allen Bürger:innen, die für die Podcast Idee gestimmt haben.

Hauptpreis für Gemünden-App

Region Burgwald-Ederbergland zeichnet Sieger von Ideenwettbewerb aus / Mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen

Von Till Conrad

Marburg. Die EU hatte zu einem Wettbewerb aufgerufen, in dem „die besten Ideen für unsere Region“ gesucht werden. Die Region Burgwald-Ederbergland hatte sich erneut um die Anerkennung als „Leader-Region“ beworben, um auch zukünftig Fördermittel der EU für die Regionalentwicklung im ländlichen Raum zu erhalten. „Lokale Entwicklungsstrategie“ heißt das Zauberwort. Das Konzept dafür ist Voraussetzung dafür, dass die Region Burgwald-Ederbergland bis 2027 weiterhin Leader-Mittel der EU erhält.

In den 27 Jahren seit ihrer Gründung blickt die Region Burgwald-Ederbergland zurück auf über 8,7 Millionen Euro Fördermittel, über 350 umgesetzte Projekte, über 200 geschaffene Arbeitsplätze und über 20 Premiumwanderwege (siehe dazu Hintergrund), wie Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, Vorsitzender der Region Burgwald, betonte.

Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vereine und Initiativen waren aufgerufen, Ideen für die Region Burgwald-Ederbergland einzubringen und die Zukunft der Region mitzugestalten. In der Scheune von Hof Fleckenbühl fand die Preisverleihung statt. Den Hauptpreis von 500 Euro gewann Anke Freitag aus Gemünden, die eine App für die Stadt Gemünden entwerfen will. Sie soll ein virtueller Marktplatz zum lokalen Tauschen, Verleihen und Verschenken von Gegenständen und dem Anbieten von Nachbarschaftshilfe auf gegenseitiger Basis werden.

Die Projektideen konnten in vier Handlungsfeldern eingereicht werden:

■ „Neues Leben auf dem Land“, beispielsweise in Bezug auf Gemeinschaftsleben, Wohnkonzepte, Grundversorgung, Mobilität, Gesundheit und Leben im Alter, Kultur und Bildungsangebote. Ausgezeichnet wurden die Erweiterung des Kinder- und Jugendtreffs in Allendorf und mit dem Sonderpreis für Unter 20-Jahre die Idee für ein „Container-Stage“.

■ „Wirtschaftliche Entwicklung durch Klein- und Kleinstunternehmen“, unter anderem durch regionale Vermarktung, Existenzgründung, Netzwerke, Wertschöpfungsketten oder Fachkräftestrategien heißt das zweite Handlungsfeld. Das Vorhaben „Solidarische Landwirtschaft“ (Solawi) in die Region bringen und verdichten (OP berichtete) erhielt hier eine Förderung von 250 Euro. Sachpreise gab es für das Vorhaben KunstWerkLabor, eine Plattform, offenes Atelier, offene Bühne und Netzwerk für Künstler, Bürgerinnen und Kulturschaffende in Rauschenberg oder Cölbe und „Co-Working und Working Space“, wo Raum- und IT-Infrastrukturen im ländlichen Raum bereitgestellt werden sollen.

■ „Naherholung, Freizeit und Tourismus“, zum Beispiel durch touristische Infrastruktur, Dienstleistungen, Servicequalität oder Gastgewerbe. Ein Tourismus-Podcast für die Region erhielt eine Förderung von 500 Euro. (Ergänzung von mir: diese Idee habe ich eingereicht und alle, die den Podcast „gelassen älter werden“ oder in den Podcast „Pflegefamilien Deutschland“ reinhören möchten, einfach dem Link beim Namen folgen).

■  „Bioökonomie, Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, in Form von Sensibilisierung für nachhaltiges Konsumverhalten, Vorhaben der Bioökonomie, ehrenamtliche Initiativen oder Netzwerkbildung.

Gefördert werden neben der Stadt-App für Gemünden: eine Kinder- und Jugendfarm im Battenberger Wald, „urban Gardening in Kita und Schule“ und der Umbau einer alten Schulscheune in einen außerschulischen Lernort in Schreufa. Für die Jury waren entscheidend: Schlüssigkeit der Projektbeschreibung, Beteiligung und Vernetzung, Innovationsgrad und Originalität sowie Nutzen und Wirkung für die Region. Nach der Vorauswahl durch die Jury, unter anderem mit Franziska Wagner, Leiterin des OP-Lesermarkts, konnten alle Bürgerinnen und Bürger der Region ihre Stimme bei einer Online-Abstimmung abgeben.

Quellenangabe: OP Marburg/Ostkreis vom 11.05.2022, Seite 9

Ja dann kann ich mich im Laufe des Jahre 2023 auf den Weg zur Umsetzung meiner Podcast Idee machen. Das wäre wirklich spannend.