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Heute spreche ich mit dem Soziologieprofessor Martin Schröder über die Zufriedenheit im Alter. Er forscht zu den Themen soziale Ungleichheit, Sozialstaat, Kapitalismusvarianten, Wirtschaftssoziologie, Generationen, Moral und Lebenszufriedenheit an der Universität Marburg. 

Herzlich willkommen, Herr Schröder. 

Wir wollen heute über die Zufriedenheit von uns Menschen einmal generell und dann im Speziellen zur Zufriedenheit im Alter sprechen. Darüber haben Sie ein Buch mit dem Titel „Wann sind wir wirklich zufrieden?“ geschrieben. 

Zufriedenheit im Alter – Fragen an einen Soziologen

Wie sind Sie auf die Soziologie gekommen und was interessiert Sie besonders an diesem Forschungsbereich? 

Und wie kam es dann zum Thema „Zufriedenheit“ einer Ihrer Forschungsschwerpunkte? 

Und können Sie etwas zu der Entstehung Ihres Buches erzählen. 

Wenn wir einmal in grundsätzliche Aspekte einsteigen: Wie viel an Zufriedenheit im Leben ist denn tatsächlich beeinflussbar? Oder anders gefragt, was kann ich langfristig für mehr Zufriedenheit in meinem Leben beeinflussen? 

Und dann würde ich sagen, gehen wir doch einfach mal die Themen im Einzelnen durch, die im Kontext von Älterwerden eine Bedeutung haben. Enkelkinder machen nicht zufriedener. Das erstaunt mich jetzt doch, scheint doch das Stereotyp zu sein, dass Omas und Opas sehr positiv von ihrem Großelterndasein sprechen, gerade wenn sie es mit dem eigenen Elternsein vergleichen. Da wird von mehr Leichtigkeit, mehr Freiheit und vor allem dann von der Möglichkeit, die Enkelkinder wieder an die Eltern abgeben zu können gesprochen. Wie erklären Sie sich die Ergebnisse? Was spielt da ineinander? Sie dehnen es ja in Richtung Verwandtschaft weiter auf. 

Und dann fanden Sie heraus, dass engagierte Menschen besonders im Alter zufriedener sind. Was sagen die Ergebnisse genau? Und was würden Sie vor dem Hintergrund der Ergebnisse Menschen über 60 empfehlen. 

Die Zufriedenheitsforschung zeigt, im Alter geht es rasant bergab. Können Sie das genauer erklären und gibt es einen Ausweg daraus? 

Was unterscheidet grundsätzlich zufriedenere Menschen von unzufriedenen Menschen und welche Hauptbereiche des Lebens zahlen darauf ein? Und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die dritte Lebensphase ziehen? 

Sie betonen immer wieder, dass Sie keine Tipps geben und grenzen sich von psychologischen Hinweisen ab. Doch was würden Sie aufgrund der Datenlage Menschen in der dritten Lebensphase zusammenfassend empfehlen? 

Zum Schluss frage ich meine Gäste und bei Ihnen als Soziologe, der sich auch für das Generationenthema interessiert, bietet es sich geradezu an: Was würden Sie sagen, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Älterwerden und was ist Ihre Vision einer Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Agings? 

Homepage von Martin Schröder

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