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In einer Zeit, in der die Gesellschaft immer älter wird und das Thema „Generationsübergreifend arbeiten“ mehr in den Vordergrund rückt, eröffnet das Gespräch zwischen Dr. Irene Kilubi und Catharina und Bertram in der Podcast-Folge von „gelassen älter werden“ einen erfrischenden Dialog über Generationen, Vielfalt und Inklusion. Das Gespräch beleuchtet, wie wichtig es ist, über Altersstereotypen hinauszudenken und eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen den Generationen zu fördern.

Einleitung: Die Vielschichtigkeit des Alterns

Die Begegnung mit Dr. Irene Kilubi, einer charismatischen Persönlichkeit, die sich als Unternehmerin, Autorin und Förderin von Diversität und Generationendialog einen Namen gemacht hat, öffnet ein Fenster zu einer Welt, in der Alter nicht als Einschränkung, sondern als Bereicherung gesehen wird.

Ihre Arbeit mit der gemeinnützigen Organisation JOINTGENERATIONS zielt darauf ab, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen und eine Kultur des Respekts und der Wertschätzung zu fördern.

Der Kampf gegen Altersstereotypen

Im Zentrum des Gesprächs steht die Auseinandersetzung mit Altersbildern und Stereotypen, die die Gesellschaft prägen. Dr. Kilubi stellt die gängige Praxis infrage, die Kompetenzen und Fähigkeiten älterer Menschen zu unterschätzen, und weist auf die Gefahr hin, dass solche Stereotypen nicht nur ältere Menschen betreffen, sondern Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlicher Weise beeinflussen können. Der Begriff „Adultismus“ wird eingeführt, um auf die Diskriminierung aufgrund des Alters hinzuweisen, sei es gegenüber Älteren oder Jüngeren, und unterstreicht die Notwendigkeit, solche Vorurteile aktiv zu bekämpfen.

Brücken bauen durch Dialog – generationsübergreifend gedacht

Die Bedeutung des Austauschs zwischen den Generationen wird als unverzichtbar für den Aufbau einer inklusiven Gesellschaft hervorgehoben. Dr. Kilubi betont, dass es nicht ausreicht, lediglich über den Dialog zu sprechen; es müssen vielmehr konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um den Austausch zu fördern. Projekte, die junge und ältere Menschen zusammenbringen, spielen eine Schlüsselrolle beim Abbau von Stereotypen und beim Aufbau von gegenseitigem Respekt und Verständnis.

Lernen und Wachsen über Altersgrenzen hinweg

Ein innovatives Konzept, das im Gespräch erörtert wird, ist das des Reverse Mentorings. Diese Methode bricht traditionelle Hierarchien auf und ermöglicht einen Wissens- und Erfahrungsaustausch, bei dem die jüngere Generation die Rolle der Mentorin oder des Mentors übernimmt. Dr. Kilubi unterstreicht die Bedeutung strukturierter Programme, die einen echten Austausch und das lebenslange Lernen fördern.

Die Rolle der Technologie und sozialen Medien

Die Diskussion beleuchtet auch, wie soziale Medien als kraftvolles Werkzeug dienen können, um Barrieren abzubauen und eine Kultur der Inklusion und des intergenerationellen Dialogs zu fördern. Dr. Kilubi ermutigt Menschen aller Altersgruppen, digitale Plattformen zu nutzen, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. Dies hilft, Vorurteile zu überwinden und eine Brücke zwischen den Generationen zu bauen.

Zusammenfassung und Schlüsselerkenntnisse zu generationsübergreifend arbeiten…

Das Gespräch mit Dr. Irene Kilubi ist ein leuchtendes Beispiel für die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn wir über traditionelle Altersbilder hinausdenken und eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit fördern. Ihre Diskussion bietet wertvolle Einblicke in die Notwendigkeit, Stereotypen aktiv zu bekämpfen, und unterstreicht die Rolle der Technologie und sozialen Medien als Mittel zur Förderung des Generationendialogs.

  1. Aktiver Kampf gegen Stereotypen: Die Gesellschaft muss aktiv gegen Altersstereotype vorgehen, die nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere Generationen beeinträchtigen. Ein Bewusstsein für die Vielschichtigkeit des Alterns und die Fähigkeiten jeder Altersgruppe ist entscheidend.
  2. Förderung des Generationendialogs: Ein echter Dialog zwischen den Generationen ist unerlässlich, um Vorurteile abzubauen und von den Stärken aller Altersgruppen zu profitieren. Initiativen, die den Austausch fördern, tragen zu einer inklusiveren Gesellschaft bei.
  3. Lebenslanges Lernen als Schlüssel: Die Bereitschaft und Fähigkeit, lebenslang zu lernen und sich anzupassen, sind entscheidend in einer schnelllebigen Welt. Reverse Mentoring und andere Programme können dabei helfen, Wissen und Erfahrungen über Altersgrenzen hinweg zu teilen.
  4. Nutzung digitaler Plattformen: Soziale Medien bieten eine Plattform, um Wissen zu teilen, zu lernen und Vorurteile zu überwinden. Menschen aller Altersgruppen sollten ermutigt werden, diese Technologien zu nutzen, um den Generationendialog zu fördern und eine Kultur der Inklusion zu unterstützen.
  5. Inklusion in der Praxis umsetzen: Unternehmen und Organisationen sind aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Zusammenarbeit zwischen den Generationen nicht nur ermöglichen, sondern aktiv fördern. Dazu gehören flexible Arbeitsmodelle, die Berücksichtigung verschiedener Lebensphasen und der Aufbau von Strukturen, die den Wissensaustausch erleichtern.
  6. Bedeutung von Empathie und Offenheit: Ein respektvoller und empathischer Umgang miteinander ist die Grundlage für jede Form des erfolgreichen Austauschs. Sich in die Lage anderer hineinzuversetzen und offen für neue Perspektiven zu sein, stärkt das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit.

Durch die Beachtung dieser Learnings können wir gemeinsam an einer Zukunft arbeiten, in der das Alter nicht als Einschränkung, sondern als wertvolle Ressource gesehen wird. Die Gespräche und Initiativen von Persönlichkeiten wie Dr. Irene Kilubi sind inspirierend und zeigen, dass Veränderung möglich ist, wenn wir uns für ein Miteinander einsetzen, das von Respekt, Lernen und Inklusion geprägt ist.

Hier der Link zum Podcast!